Welche Cachearten gibt es

Traditional Cache:

Der Traditional wird meist nur Tradi genannt und die wohl einfachste Form eines Geocaches. Die Listingkoordinaten entsprechen den tatsächlichen Koordinaten des Finals, also des Geocaches, oder kurz der Dose. Man gibt die Koordinaten ins GPSr ein oder läd sie direkt hoch. Dann kann man sich auf direktem Weg zur Dose begeben und sich dort nach erfolgreichem Fund im Logbuch eintragen.

Multicache:

Bei einem Multi kommt man nicht auf direktem Weg zur Finaldose. Hier müssen erst Hürden, sogenannte Stages, genommen werden. Multicaches sind meiste nette Rundwege auf denen man an bestimmten Stellen Fragen beantworten muss ("Question-to-answer"-Stage), die Koordinaten der nächsten Stage suchen muss, oder Hinweise zur Lösung einer Finalformel findet. Der Phantasie und der Ideenvielfalt sind hier keine Grenzen gesetzt. Hat man alle Stages gefunden, so kann man sich auf den Weg zum Final machen und auch hier wieder nach erfolgreichem Fund loggen. Manche Multis können nur in der Nacht gefunden werden. Das sind genannte Nightcaches. Dort sind die Stationen meist mit leuchtenden Reflektoren ausgestattet, damit der Cacher sie erkennen kann, wenn er sie mit der Lampe anstrahlt.

Mystery / Unknown Cache:

Ein Mystery ist ein Rästelcache. Die Koordinaten im Listing haben gewöhnlich nichts mit der wahren Cachelocation zu tun, sie geben nur eine ungefähre Orientierung in welcher Gegen die Dose liegen muss. Hier müssen erst knifflige Rätsel gelöst werden oder Geheimcodes entschlüsselt werden. Verschlüsselungen können sich im Text, in Bildern oder sonst wo verstecken. Es gibt ein paar hilfreiche Geocaching-Tools mit deren Hilfe man einige Codes knacken kann. Aus den Rätseln ergeben sich dann meist Koordinaten, die einen direkt an die Finaldose bringen, oder aber wie bei einem Multi zu Stages, die dann zum Cache weiterführen. Auch hier kann man sich mit Ideen austoben. Es geht hier aber nicht nur um knackige Rätsel, sondern trotzdem auch noch um schöne Cacheverstecke oder besonders gut getarnte Behälter.

Earthcache:

Ein Earthcache führt den Geocacher an besonders schöne Naturschauplätze und geologisch bedeutsame Stellen. Ein Earthcache kann eine Höhle sein, ein Wasserfall, eine bedeutsame Gesteinserscheinung oder sonstige Naturwunder. Beim Earthcache muss man beachten, dass es hier keine Dosen zu suchen gilt. Im Listing sind meist Fragen angegeben, die man nur mit Hilfe von Infotafeln vor Ort beantworten kann und zusätzlich durch ein Foto bescheinigt, dass man vor Ort war. Geloggt wird dann nach Erlaubnis des Cacheowners erst im Listing. Bei interessanten Earthcaches kann man meist also gut was an Biologie, Geologie oder Geschichte dazulernen.

Cache In Trash Out:

Beim CITO treffen sich Geocacher um gemeinsam eine Umweltaktion durchzuführen. Das kann das Entfernen von Müll aus einem Waldstück sein, das Aufräumen nach einem Hochwasser, oder das Entfernen von Schutt und Unrat aus alten Gemäuern, wie es in der Bundesfestung in Ulm schon desöfteren passiert ist. Ein CITO ist im Prinzip ein großes Event, an dem alles zusammenhelfen und gemeinsam etwas schaffen. Zur Belohnung wird von den Veranstaltern meist noch in der Nähe ein Cache versteckt, der dann gesucht und geloggt werden kann. Das CITO selbst wird vor Ort in einem Logbuch und dann im Listing geloggt.

Eventcache:

Ein Event ist ein geplantes Zusammentreffen von Geocachern um sich kennenzulernen oder gemeinsam Erfahrungen auszutauschen. Dazu gehören regelmäßige Stammtische, Geburtstagsfeiern, Jubiläumsfeiern, Feste in besonderen Locations, Treffen zu gemeinsamen Aktivitäten und noch vieles mehr. Nachdem das Eventlisting freigegeben wurde, kann sich jeder der die Absicht hat daran teilzunehmen im Listing mit einem "willattend" anmelden. Nach dem Event loggt man im Listing mit einem "attended". Events sind auch sehr unter den Geocoinsammlern beliebt, da hier oft besonders viele Coins discovered und  getauscht werden können. Ein Event mit besonders vielen Teilnehmern kann den Mega-Status erhalten und heisst dann Mega-Event. Hierbei bekommen die Besucher ein extra Megaevent-Icon in ihrem Profil.

Letterbox:

Eine Letterbox ist auch eine Form von Geocaching, nur ähnelt sie meist mehr einer richtigen Schnitzeljagd. In den meisten Fällen führen einen hier  die Koordinaten nicht direkt an die Dose, sondern geben einen Startpunkt. Von dort aus wird man meist mit Wegbeschreibungen zur Dose geführt. "Gehe den Weg 200m geradeaus, biege am roten Punkt rechts ab, ....." In der Letterbox befindet sich dann ein Stempel, der kein Tauschgegenstand ist, sondern in der Dose verbleibt. Damit kann der Geocacher einen Abdruck in seinem eigenen Letterbox-Logbuch machen. Hat man einen eigenen Stempel, so kann man mit diesem im Letterbox-Logbuch loggen.

Wherigo Cache:

Ein Wherigo ist eine Art Spiel, das auf einem GPSr oder Smartphone läuft. Man benötigt dazu einen Wherigoplayer, der das Spiel darstellen kann. Der Cacher durchläuft so eine virtuelle Spielwelt, die meist mit der eigentlichen Location verbunden ist, quasi als Kulisse. Man sammelt virtuelle Gegenstände auf, begegnet virtuellen Personen und trifft Entscheidungen, um somit zum Final zu kommen. Die Cartridge, also die Spieldatei, kann man sich über wherigo.com auf sein Gerät laden.